Die Kupferspirale

Die Kupferspirale ist ein Plastikträger, der mit einem Kupferdraht umwickelt und in unterschiedlichen Formen erhältlich ist. Daher wird die Kupferspirale auch häufig als „Plastik-IUP (Intrauterinpessar) mit Kupfer“ bezeichnet.
Der verhütende Wirkstoff der Kupferspirale ist, wie der Name schon sagt, Kupfer. Kontinuierlich gibt die Kupferspirale kleinste Mengen an ihr Umfeld ab. Kupfer hemmt die Beweglichkeit der Spermien und verhindert außerdem eine Befruchtung, indem es die Spermien-Eizell-Interaktion stört. Die Kupferspirale ist eine Verhütungsmethode ohne Hormone. Sie zählt zu den Langzeit-Verhütungsmethoden und bietet je nach Modell drei, fünf oder zehn Jahre Verhütungsschutz.

Bild zweier Kupferspiralen.

Auf einen Blick

  • Verhütungswirkung durch: Kupfer
  • Pearl Index: 0,3-0,8
  • Kosten: 120-300 €
  • Tragedauer: 3-10 Jahre

Wo sitzt die Kupferspirale?

Die Kupferspirale liegt nach dem Einsetzen in der Gebärmutter, vor den Eileitern und Eierstöcken. Dort kann sie das Einnisten der Spermien in die Eizelle am besten verhindern. Eine Kupferspirale einsetzen zu lassen, ist nicht schmerzhaft. Die Einlage der Kupferspirale findet bei einem Frauenarzt statt. Sie wird in die Gebärmutter geschoben, wo sie sich entfaltet und/oder verankert. Meist dauert die Einlage nur wenige Minuten. Je nach Modell und Arzt kann sie unter Betäubung stattfinden. Das Entfernen der Kupferspirale erfolgt über das Ziehen am unten befestigtem Rückholfaden. So wird sie aus der Gebärmutter schnell herausgezogen. Die Kupferspirale sitzt wie rechts abgebildet in der Gebärmutter drin. Dort verhakt sie sich mit ihren Ärmchen, wie bei der T-Spirale, und kann nicht rausfallen. In dieser Position liegt sie direkt vor den Eileitern und Eierstöcken. Hier kann sie also Spermien bremsen und eine Einnistung verhindern, indem sie kleinste Kupferionen direkt in die Gebärmutter abgibt. Durch ihre Lage wirkt sie nur lokal.

Kupferspirale Nebenwirkungen

Bevor man sich eine Spirale legen lässt, möchte frau natürlich wissen, welche Nebenwirkungen eine Kupferspirale hat. Häufig auftretende Nebenwirkungen der Pille, des Verhütungsrings, der Hormonspirale, oder des Verhütungsstäbchens sind mit ihr ausgeschlossen. Anwenderinnen laufen nicht Gefahr aufgrund ihrer Verhütungsmethode unter Kopfschmerzen, Depressionen, Stimmungsschwankungen, Akne, sexueller Unlust, Gewichtszunahme oder Heißhunger zu leiden. Manche Frauen klagen nach Einlage über Unterleibsschmerzen. Diese sind jedoch normal nach Einlage. Die Schmerzen sollten innerhalb der ersten Tage aufhören. Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass das Modell zu groß für die Gebärmutter ist und mit ihren Armen an die Gebärmutter drückt. Hier bietet die Kupferkette GyneFix einen enormen Vorteil. Denn sie besitzt kein Schirmchen/ keine Ärmchen, die an die Gebärmutterwand drücken könnten. Bei einigen Frauen verstärkt oder verlängert sich zudem die Regelblutung. Vereinzelt können auch Zwischenblutungen auftreten. Zwar hört sich das viel an, guckt man jedoch auf die Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmethoden, sind die Kupferspiralen-Nebenwirkungen wenig.

Sitz der Kupferspirale in der Gebärmutter.

Vor- und Nachteile

Wie jedes Verhütungsmittel hat auch die Kupferspirale Vor- und Nachteile. Ein großer Vorteil ist ihre Sicherheit. Die Kupferspirale hat zudem einen Pearl Index von 0,3-0,8. Dank der hohen Sicherheit gehört sie zu den verlässlichsten Verhütungsmitteln. Auch unterliegt sie keinen Anwendungsfehlern, wie etwa die Antibabypille. Ihre lange Liegezeit von bis zu zehn Jahren ist ebenfalls für viele Frauen ein großer Pluspunkt. Zudem wirkt sie nur lokal verhütend und das ohne Hormone. Die Kupferspirale Kosten belaufen sich zwischen 120 und 300 €. Die Kosten dieser Spirale sind abhängig vom Modell, Frauenarzt und dem Wunsch der Einlegeart.

Modelle der Kupferspirale

Die Kupferspirale ist als Kupferkette (GyneFix®), als T-Spirale (Nova T® oder NovaT®) oder in ovaler Form mit Widerhaken an den Seitenarmen (Multiload®) käuflich. Andere erhältliche Formen sind die der Zahl 7 oder die Schlangenform. Sie werden jedoch eher selten verwendet.
Diese unterschiedlichen Formen verfolgen den Zweck, einen stabilen Halt in der Gebärmutterhöhle zu ermöglichen. Das ist wichtig, da die Gebärmutter aufgrund der Fremdkörperwirkung versucht, die Spirale nach der Einlage wieder auszustoßen. Dieser Vorgang wird auch als Expulsion bezeichnet. Nach einer Weile hat sich die Gebärmutter in der Regel an sie gewöhnt. Die Expulsion ist immer ein Risiko bei sämtlichen Verhütungsspiralen. Ausschließlich bei der GyneFix® Kupferkette konnte im Vergleich zur herkömmlichen Spirale eine geringere Expulsionsrate festgestellt werden. Dies ist auf ihre Fixierung mit einer speziellen Verankerungstechnik im Dach der Gebärmutter zurückzuführen.

Andere Modelle und Namen sind:
Alphaload gk Cu®,Alphanova GK Cu®, CU-Safe T®, Femena CU®, Flexi T +®, Gyne T®, Gynetics IUD-Cu®, IUP Ancora®, IUP T®, LOAD IUP®, Medusa®, Malbea®, Multi Safe CU®, MULTILOAD®, NEO SAFE T CU®, NOVA T®, Paragard®, PRIMEDIfem CU®, T380 Plus®, T-AG®, TCU®, T-Safe CU®, TT 380 IUP®, UT 380 IUP® (Modelle evtl. in unterschiedlichen Größen und Kupfermengen erhältlich).

Der Ruf der Kupferspirale

In den letzten Jahren hatte die Kupferspirale leider einen schlechten Ruf. Häufig empfahl der Frauenarzt sie nicht und überließ der Hormonspirale den Vorrang. Mittlerweile ist jedoch die Nachfrage nach einer Verhütung ohne Hormone seitens der Patientinnen stark gestiegen. Hierdurch verzeichnet die Kupferspirale und ganz besonders ihre moderne Weiterentwicklung der Kupferkette GyneFix® eine wachsende Nachfrage. Der damals zweifelhafte Ruf ist auf eine Spirale zur Verhütung namens Dalkon Shield zurückzuführen. Diese wurde mit mangelnder klinischer Prüfung in den 70er Jahren auf dem Markt eingeführt und verzeichnete viele Infektionen und 17 Todesfälle. Dieses Ereignis erschütterte maßgeblich das Vertrauen in die Verhütung mit der Spirale bei Gynäkologen und Frauen.
Pärchen lächelt liegend über Kupferspirale.

Das Infektionsrisiko mit der Kupferspirale

Aussagen, nach denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit einer Spirale zur Verhütung einhergehen würde, sind längst wissenschaftlich durch klinische Studien widerlegt worden. Mittlerweile weiß man, dass das Infektionsrisiko durch bestimmte Voruntersuchungen (PAP-Abstrich, Ausschluss von Geschlechtskrankheiten oder bestehenden Infektionen, Untersuchung auf Chlamydien) vor der Einlage der Spirale minimiert wird. Außerdem weiß man inzwischen auch, dass sich das Infektionsrisiko nicht durch die Spirale selbst erhöht, sondern dass das Sexualverhalten der Anwenderin eine maßgebende Rolle spielt. Denn ungeschützter Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern kann das Risiko einer Infektion mit Spirale begünstigen.

Finden Sie das passende Modell:

Bild der Kupferkette GyneFix.

Kupferkette

Bild des Intrauterinballs (IUB).

IUB®-Intrauterinball

Bild der Goldspirale

Goldspirale

Grafik der Kupferspirale und Hormonspirale

T-Spirale

Bild der Hormonspirale.

Hormonspirale

Pärchen freut sich über Spirale-danach.

Spirale-danach